Mittwoch, 27. Februar 2013

Power-Pido-Pics

Für alle Fans des großen Schlachtschiffs hier ein paar Power-Pido-Pics von gestern. Sieht auf den Bildern vielleicht so aus als apportiere er danach den Futterbeutel. Nö, tut er natürlich nicht. Ich kriege es auch nach wie vor nicht auf die Reihe, ihm das verständlich zu machen. Aber zu zum Spaß haben ist so 'n Ding schon ganz lustig. Überhaupt ist er ein sehr lustiger Hund, der Pido.





Dienstag, 26. Februar 2013

Pille und Rapido bei der Arbeit

Am Samstag hatte Rapido auf seiner Arbeit als Besuchshund im Seniorenheim tatkräftige Unterstützung von Pille. Und Pille hat das wirklich ganz wunderbar gemacht. Dadurch dass er so leicht und weich ist, kann er auch ganz wunderbar zu bettlägerigen Bewohnern ins Bett und verhält sich dort sehr brav. Ok, ich gebe ja zu, Rapido hat ihm ein wenig die Show gestohlen. Das ist eben so, denn die älteren Herrschaften freuen sich immer sehr über Rapido und sie kennen ihn auch schon. Ich habe natürlich von den Bewohnern keine Bilder machen können, aber ein paar Bilder von Pille und Rapido im Seniorenheim habe ich gemacht. Und hier sind sie. Auf dem ersten Bild war Rapido noch im Zug. Auf den anderen sind Pille und Rapido dann jeweils bei ihrer Arbeit bzw. zwischendurch zu sehen!






Ein paar simple Tobebilder

Anbei ein paar Impressionen vom vergangenen Freitag...







Dienstag, 19. Februar 2013

Der kleine Pille zu Besuch bei den verrückten Ohrenhunden

Momentan hat mich - seit einer Woche nun schon - die Grippe fest im Griff und so wollte ich gestern zum Doc, als mir ein Päckchen im Hauseingang auffiel. Beim Lesen des Absenders war die Freude groß, denn dieses Päckchen war sage und schreibe 17 Tage unterwegs und hat ein ganzes Windhundforum in Atem gehalten, denn die Sorge war groß, dass es verloren gegangen sei. Ich wusste bis vorgestern nicht, dass ich die Empfängerin bin. Aber das ist auch eine etwas längere Geschichte, für Außenstehende nicht gleich verständlich. Ich versuche es mal zu erklären. Es gibt da ein Forum, da bin ich Mitglied, seit wir mit Lucas unseren ersten Windhund bekommen haben. Dabei handelt es sich um die Windhund-Community, die kurz WHC genannt wird. In der WHC sind jede Menge sehr liebe Menschen, auch sehr viele die ich bereits persönlich kennenlernen durfte. Ach, und die sind alle genauso windhundbekloppt wie ich. Nun, in der WHC gibt es bereits seit geraumer Zeit einen sogenannten Wander-Windi. Dieser wird zwischen den Usern hin und her geschickt. Man erfährt aber als Empfänger normalerweise nicht, dass man der nächste ist. Natürlich muss man das wollen und zu diesem Zweck auch der Admine die eigene Adresse zukommen lassen. Dies habe ich letztes Jahr schon getan. Der Wander-Windi, um den es hier geht, heißt Pilgrim Müller. Er wird aber kurz auch Pille genannt. 

Pille war schon überall. Er war mit den Usern der WHC bereits in Dänemark, hat Städtereisen gemacht, war im Westerwald bei den Ludolfs, hat Tierparks besucht, in vielerlei Körbchen geschlafen, wurde reich beschenkt, sein Halsband mit allerhand edlem selbstgemachten Gebamsel geschmückt, er besitzt sogar einen eigenen Ausweis und hat mehrere Strickjacken und sogar einen richtigen kleinen Windhundmantel. Man kann zu Recht sagen, dass Pille schon sehr weit gereist ist und noch weiter reisen wird.

So, und jetzt ist Pille also seit gestern bei uns an der Mosel. Ich freu mich!

Das ist er.




Pille hat auch gestern gleich nach der Ankunft mächtig Hunger gehabt und durfte sich am Pansen-Eimer bedienen. Ob er bei dem Geruch grün im Gesicht wurde, kann ich nicht sagen, denn er ist ja schon grün.




Und mit Lucas hat er sogleich gekuschelt. Die beiden mögen sich richtig gerne. Rapido würde Pille gerne fressen, da haben wir aber alle was dagegen und so ist Pille bei "Herrn Bröööööh" gut aufgehoben. Denn bevor Rapido an Pille dran käme, würde Lucas erst mal Rapido fressen. So passt er also gut auf und ein grantiger Krawallkeks kann auch mal ganz praktisch sein. Pille wird also nun eine Weile bei uns residieren und danach geht er weiterhin auf seine Reisen, denn er ist ein echter Globetrotter. Und er ist unglaublich süß mit seiner langen Rute und der langen Nase. Er ist eben ein richtiger Galgo!



Natürlich kuschelt Pille auch mit den beiden anderen. Mittlerweile will Rapido ihn auch nicht mehr fressen. Er würde schon gerne mit Pille spielen, aber ich konnte ihm begreiflich machen dass diese Art von Spiel für Pille sehr unangenehm ist und dass das daher nicht geht. Laky findet ihn auch sehr sympathisch.


Freitag, 8. Februar 2013

Die Sucht mal wieder

Sooo, alle Anti-Halsband-Leute mal kurz weggucken. Danke!

Es hat nämlich mal wieder meine Sucht zugeschlagen.


Mit bestem Dank an meine liebe Namensvetterin Tanja für dieses knapp 9 cm breite, butterweich gepolsterte Meisterwerk! Ich liebe es jetzt schon. Es passt übrigens beiden Jungs, aber es ist für Lucas gedacht und passt farblich auch am besten zu ihm wie ich finde.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Und noch mal Winterwonderland

Gestern gab es nochmal schön Schnee. Unten im Tal lag absolut nix, aber wir sind hoch auf den Berg gefahren und da konnten die Hunde noch mal ordentlich das Schneegestöber genießen. Das ließen sie sich nicht zweimal sagen. Laky kommt immer besser zurecht mit dem Mantel, sie tobt ganz normal damit herum und ist bester Dinge. Lucas hatte gestern keinen an. Rapido hätte ihn nicht zwingend gebraucht, denn er rannte ja, aber er ist so kälteempfindlich dass ich ihm den Mantel angezogen habe. Aber vorher mag ich euch ein Bild zeigen was gar nicht gestern entstanden ist, sondern vorgestern als mal kurz die Sonne da war. Ich mag es furchtbar gerne.



Und hier folgen nun die Schneebilder von gestern.









Montag, 4. Februar 2013

El Galgo Español - der spanische Windhund

Hallo ihr lieben Blogger!

Ich dachte mir, ich schreibe heute mal was über meine große Leidenschaft, nämlich Windhunde im allgemeinen und über den Galgo im speziellen. Ich liebe alle Windhunde, aber die meisten persönlichen Erfahrungen kann ich eben bisher nur über den Galgo berichten und um den geht es hier. Ich schreibe bewusst Galgo und nicht etwa 
Galgo Español. Beide sehen sich natürlich sehr, sehr ähnlich. Es handelt sich um den Galgo Español um eine Rasse, beim Galgo handelt es sich einfach um einen Windhund der aus Spanien kommt. Klar ist, der Galgo ist zwar in erster Linie ein Galgo Español, aber man sollte bedenken, dass die Spanier sehr viel Greyhound mit einkreuzen und dass es sich bei einem Windhund aus dem spanischen Tierschutz nicht oder nur sehr selten um einen absolut rassereinen Hund handelt. Der Galgo Español in seiner ursprünglichen Form wird so kaum noch in Spanien gezüchtet, da man der Schnelligkeit wegen auch Greyhounds mit einkreuzt. Mitunter werden auch Podencos Ibicencos mit eingekreuzt, doch insbesondere das Greyhoundblut lässt sich in den meisten spanischen Windhunden nicht verleugnen. Deshalb sehen Galgos oft so unterschiedlich aus. Je nach Region in Spanien gibt es zierliche und ganz kleine, sehr massige und große, welche mit sehr trockener Muskulatur, welche mit sehr langen oder nicht so langen Ruten, usw. Fakt ist, die Spanier züchten nicht auf ein besonderes Aussehen hin, sondern ausschließlich auf Leistung. Ein Hund der Leistung erbringt, wird Nachwuchs zeugen. Und auch wenn der Galgo in Spanien zu zigtausenden jährlich "produziert" und leider vielfach auch "entsorgt" wird, so ist er dennoch nach Polizeiberichten die am meisten geklaute Hunderasse Spaniens. Häufig sind es Zigeuner, welche diese Art Kidnapping durchführen. Es werden aber auch jedes Jahr zwischen 50.000 und 80.000 Galgos "entsorgt", weil sie die erwünschte Leistung nicht mehr oder nicht ausreichend erbringen können. Das Durchschnittsalter der in Spanien ausgesetzten oder in Tötungsstationen sowie Tierheime abgegebenen Galgos liegt bei rund 2-3 Jahren. Dass ein Galgo noch mit 4-5 Jahren bei seinem ursprünglichen Besitzer bzw. bei seinem Jäger (Galguero) ist, ist extrem selten! War ein Hund ein sehr guter Jäger, bleibt er jedoch in der Regel bei seinem Besitzer und wird in der Zucht eingesetzt. Das Entsorgen der Hunde geschieht mitunter noch durch das Erhängen, welches leider eine sehr alte Tradition ist. Es kommt auch oft vor, dass sie ausgesetzt werden. Natürlich gibt es auch immer noch zahlreiche Tötungsstationen, sogenannte Perreras, in Spanien. Hier sterben die Hunde durch die Injektion eines Gifts, welches sich allerdings nicht mit dem Einschläfern hierzulande vergleichen lässt, sondern einen ziemlich grausamen Tod darstellt. Manche Tötungsstationen haben auch Gaskammern. Fakt ist, die Situation der Galgos in Spanien ist alles andere als schön. Und dennoch möchte ich anmerken, dass nicht jeder Galguero so negativ handelt und dass es nicht jedem Galgo in Spanien per se schlecht geht. Es findet langsam ein Umdenken statt. Es gibt immer mehr Jäger, die ihre Hunde im Tierheim oder in einer Auffangstation abgeben, wodurch die Hunde die Chance einer Vermittlung erhalten.

Nun zum Wesen dieser Hunde, welches mich sehr fasziniert und welches ich persönlich sehr mag. Bekannt sind sie dafür, dass sie in der Wohnung sehr ruhig und katzenartig sind - was ich bestätigen kann. Sie bellen selten, schlafen und dösen sehr viel, sind äußerst reinlich, haben keinen typischen Hundegeruch, haaren nicht so stark (kommt auf die Fellbeschaffenheit an, diese unterscheidet sich mitunter auch bei den vielen verschiedenen Galgos) und verhalten sich ihrem Menschen gegenüber sehr loyal. Sie sind sanft und sofern sie Kinder gewöhnt sind und diese mögen, auch ganz wunderbare Schmusekumpels für die Kinder in einer Familie. Die Sanftheit eines Galgos kann man in Worten schlecht beschreiben, man muss es eben erlebt haben. Sie liegen sehr viel, möchten es dabei aber bequem haben und bevorzugen ganz deutlich weiche und erhöhte Schlafplätze. Wenn man sie lässt, belagern sie am liebsten das Sofa und das Bett. Es sind echte Couchpotatoes, wie sie im Buche stehen. Das ist die eine Seite des Windhundes aus Spanien - wobei dies auf fast alle Windigen zutrifft, egal woher sie kommen. Die andere Seite zeigt sich, wenn sie draußen sind. In diesen sanften Hunden schlummert auch jede Menge Energie.

Galgos sind entgegen vieler Meinungen keine reinen Kurzstreckensprinter. Dies trifft zwar auf Greyhounds zu, die Könige der Rennbahnen, welche rein auf Geschwindigkeit gezüchtet werden. Galgos allerdings sind Mittelstreckensprinter. Ihr gesamter Körperbau ist in Perfektion ausgerichtet auf die Hetzjagd über unebenes Gelände der spanischen Hochebene. Die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt um die 60 km/h und der Galgo ist hierbei sehr wendig, was er auch braucht, da der Hase Haken schlägt. Er ist insgesamt wesentlich ausdauernder als sein naher Verwandter, der Greyhound, ist dabei aber nicht so schnell wie der Greyhound. Die Beute des Galgos wird gehetzt, getötet und manchmal auch zurück zum Jäger apportiert. Das Thema Jagdtrieb spreche ich bewusst an, wohl wissend dass es nicht jedem gefällt. Aber so ist es, gerade dieses Thema gehört beim Galgo dazu. Eine liebe Bekannte von mir sagt immer, dass sie sich wünscht, dass jeder Galgo-Interessent einmal eine echte Jagd mit Windhunden gesehen hat, um zu wissen, wozu diese Hunde fähig sind. Natürlich meine ich dies in Bezug auf den Freilauf, welchen Windhunde wirklich brauchen, aber eben aufgrund des starken Hetztriebs nicht überall ausleben können. Freilauf sollte aber nicht fehlen. Ich halte es bei einem ausgewachsenen Galgo in den besten Jahren für optimal, wenn er mehrmals wöchentlich die Gelegenheit erhält, ohne Leine zu sprinten. Genau das ist aber nicht überall so einfach machbar, da es in Deutschland oftmals sehr dicht besiedelt ist und es in den meisten Gegenden auch viel Wild gibt. Es gibt aber durchaus Möglichkeiten, man muss nur suchen. Man kann beispielsweise schauen ob es ein wildfreies Flussufer gibt. Am besten erfährt man von Freilaufgelegenheiten durch andere Windhundbesitzer. Man kann aber auch gut eingezäunte Hundeplätze aufsuchen und fragen, ob die Möglichkeit besteht, dass man regelmäßig den Platz zum Freilauf des Hundes nutzen darf. Gleiches gilt für große Reithallen, was speziell für die Reiter unter den Hundebesitzern machbar sein dürfte. Man kann sich natürlich auch umhören, ob man die Möglichkeit hat, ein eigenes Grundstück zu pachten. Und dann gibt es mittlerweile deutschlandweit sehr viele eingezäunte Windhundausläufe, welche meistens einmal wöchentlich stattfinden. Eine weitere Möglichkeit sind die meistens gut eingezäunten Gelände der Windhundrennvereine. Auch hier ist es den Mitgliedern des Vereins oft gestattet, das Gelände unter der Woche als Auslaufgelände zu nutzen. Und natürlich haben auch einige Städte Deutschlands eigene eingezäunte Auslaufflächen. Man sollte natürlich bei alldem immer bedenken, dass Windhunde einen größeren Radius im Freilauf haben als Nichtwindhunde. Das ist schon aufgrund der wesentlich höheren Geschwindigkeit ganz logisch und darf niemals unterschätzt werden. Ein Galgo, der seinem Besitzer gegenüber aufmerksam ist und gelernt hat, auf Pfiff oder Ruf zu kommen, kann natürlich bei großer Vorsicht auch in sehr übersichtlichem Gelände abgeleint werden. Hierbei ist aber stets darauf zu achten, dass man stets das Gelände nach Wild, Hasen, Kaninchen & Co abscannt und dass man dieses am besten vor dem Hund sieht!

Die Geschichte dieser Hunde reicht etwa 8000 Jahre zurück. Es handelt sich bei den meisten Windhundrassen um sehr ursprüngliche, alte Rassen welche mehrere Jahrtausende alt sind. Auch heute noch gibt es Kulturen, welche noch so leben wie vor Jahrhunderten - zusammen mit ihren Windhunden. Beispielsweise der Saluki. 
Gewöhnliche Hunde gelten im Islam als unrein und dürfen das Zelt nicht betreten, anders der Saluki; er galt als rein und durfte nicht nur das Zelt betreten, sondern auch das Lager mit seinem Herrn teilen.

Gesundheitlich gibt es keine größeren Probleme beim Galgo, welcher ja nunmal rein auf Leistung gezüchtet wird. Gesagt sei trotzdem, dass diese Hunde meistens sehr kurzes Fell haben und auch eine dünne Haut je nach Körperregion (Brustkorb, Schenkel, Bauch), wodurch sie sich bei Tobereien sehr schnell kleine Macken und Löcher zuziehen. Auch zu erwähnen ist das Thema Myoglobinurie, welches jeder Windhundhalter kennen sollte. Diese Krankheit tritt manchmal auf, wenn ein Windhund eine sehr extreme Leistung vollbringt. Dies ist aber ein so wichtiges und umfassendes Thema, dass es eigentlich auf eine extra Seite gehört. Beim erwachsenen Galgo aus Spanien sollte man außerdem davon ausgehen, dass dieser in der Vergangenheit evtl. mangelernährt und auch falsch gehalten wurde, sodass sich daraus auch das eine oder andere Problem ergeben kann. Ich halte es daher für sehr wichtig, dass man einen Windhund aus Spanien auch mal ausgiebig von einem Physiotherapeuten durchchecken lässt. Positiv ist, dass es keine "rassehundtypischen" Erbkrankheiten gibt, von denen der Galgo im speziellen betroffen ist. Zu erwähnen sei noch, dass Galgos recht kälteempfindlich sind und je nach Temperatur bei Kälte und Nässe einen Mantel tragen sollten, insbesondere beim Gehen an der Leine. Galgos haben keinerlei Unterwolle und dass sie nicht gerade eine Speckschicht zum Schutz haben, dürfte auch für jeden ersichtlich sein. Daher ist der Mantel keine Modeerscheinung, sondern soll einfach nur dem Zweck dienen, den Hund zu wärmen.

Eigentlich, so fällt mir gerade auf, könnte ich seitenlang über Galgos bzw. Windhunde schreiben, aber wir wollen es ja mal nicht übertreiben. Fakt ist, es sind für mich die faszinierendsten Hunde auf dieser Welt. Ich hoffe sehr, dass wir immer mindestens einen Windigen im Haus haben werden und ihm gerecht werden können. Sie sind schon etwas anders, ja das stimmt. Man muss es aber erlebt haben, um zu wissen was ich meine. Und natürlich ist der Windhund kein Hund für jedermann! Aber welche Rasse ist das schon? Letztendlich bin ich froh, dass es viele Menschen gibt die angesichts des Hetztriebs doch lieber abwinken und sich sagen, dass sie "so etwas" nicht wollen oder können. Der Windhund war nie Modehund und wird es auch hoffentlich nie werden.




Anbei noch ein paar sehr empfehlenswerte Links rund um Galgos...